Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im Überblick

3. Quartal 2015

Umsatzerlöse Bayer-Konzern pro Quartal

Vorjahreswerte angepasst

Umsatzerlöse Bayer-Konzern pro Quartal (Balkendiagramm)Umsatzerlöse Bayer-Konzern pro Quartal (Balkendiagramm)

Der Konzernumsatz stieg im 3. Quartal 2015 wpb. um 1,9 % auf 11.036 Mio € (nominal +10,7 %; Vorjahr: 9.967 Mio €). Der Umsatz von HealthCare verbesserte sich wpb. um 8,3 % auf 5.651 Mio € (nominal +19,2 %; Vorjahr: 4.740 Mio €). Bei CropScience lag der Umsatz mit einem wpb. Anstieg um 1,6 % auf 2.113 Mio € leicht über dem starken Niveau des Vorjahresquartals (nominal +9,5 %; Vorjahr: 1.929 Mio €). Der Umsatz von Covestro sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wpb. um 7,7 % auf 3.009 Mio € (nominal −0,9 %; Vorjahr: 3.036 Mio €).

EBIT
Bayer-Konzern pro Quartal

Vorjahreswerte angepasst

EBIT Bayer-Konzern pro Quartal (Balkendiagramm)EBIT Bayer-Konzern pro Quartal (Balkendiagramm)
EBITDA vor Sondereinflüssen
Bayer-Konzern pro Quartal

Vorjahreswerte angepasst

EBITDA vor Sondereinflüssen Bayer-Konzern pro Quartal (Balkendiagramm)EBITDA vor Sondereinflüssen Bayer-Konzern pro Quartal (Balkendiagramm)

Das EBIT des Bayer-Konzerns stieg deutlich um 16,3 % auf 1.565 Mio € (Vorjahr: 1.346 Mio €). Darin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 204 Mio € (Vorjahr: Sonderertrag von 45 Mio €). Diese resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen in Verbindung mit der Verselbstständigung und dem Börsengang von Covestro in Höhe von 104 Mio €, Aufwendungen für Rechtsfälle in Höhe von 32 Mio € sowie Kosten für die Integration erworbener Geschäfte in Höhe von 31 Mio €. Weitere Aufwendungen entfielen auf Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Höhe von 19 Mio € und Konsolidierung von Produktionsstätten in Höhe von 18 Mio €. Das EBIT vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 36,0 % auf 1.769 Mio € (Vorjahr: 1.301 Mio €).

Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg deutlich um 27,6 % auf 2.523 Mio € (Vorjahr: 1.977 Mio €). Die gute Geschäftsentwicklung ging einher mit höheren Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb. Währungseffekte trugen mit etwa 170 Mio € positiv zum Ergebnis bei. HealthCare steigerte das EBITDA vor Sondereinflüssen um 22,6 % auf 1.677 Mio € (Vorjahr: 1.368 Mio €). Maßgeblich hierfür waren weiterhin die sehr gute Geschäftsentwicklung bei Pharma und Consumer Health – bei Consumer Care vor allem der Beitrag aus den erworbenen Geschäften – sowie Währungseffekte von etwa 70 Mio €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von CropScience verbesserte sich um 11,2 % auf 309 Mio € (Vorjahr: 278 Mio €), insbesondere aufgrund eines positiven Währungseffekts von rund 30 Mio €. Covestro verzeichnete einen signifikanten Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen um 41,3 % auf 472 Mio € (Vorjahr: 334 Mio €). Hierzu trugen deutlich gesunkene Rohstoffpreise, die den Rückgang der Absatzpreise überkompensierten, sowie positive Währungseffekte von 70 Mio € bei. Das Ergebnis der Überleitung verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresquartal im Wesentlichen aufgrund niedrigerer Aufwendungen für die langfristige aktienbasierte Vergütung.

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von −280 Mio € (Vorjahr: −302 Mio €) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei 1.285 Mio € (Vorjahr: 1.044 Mio €). Nach Abzug eines Ertragsteueraufwands von 296 Mio € (Vorjahr: 236 Mio €) sowie nach Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortzuführendem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich für das 3. Quartal 2015 ein Konzernergebnis von 999 Mio € (Vorjahr: 826 Mio €). Das Ergebnis je Aktie betrug 1,21 € (Vorjahr: 1,00 €). Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie für das fortzuführende Geschäft steigerten wir um 28,0 % auf 1,69 € (Vorjahr: 1,32 €); zur Berechnung siehe „Bereinigtes Ergebnis je Aktie“.

Brutto-Cashflow
aus fortzuführendem Geschäft pro Quartal

Vorjahreswerte angepasst

Brutto-Cashflow aus fortzuführendem Geschäft pro Quartal (Balkendiagramm)Brutto-Cashflow aus fortzuführendem Geschäft pro Quartal (Balkendiagramm)
Netto-Cashflow
aus fortzuführendem Geschäft pro Quartal

Vorjahreswerte angepasst

Netto-Cashflow aus fortzuführendem Geschäft pro Quartal (Balkendiagramm)Netto-Cashflow aus fortzuführendem Geschäft pro Quartal (Balkendiagramm)

Der Brutto-Cashflow im fortzuführenden Geschäft des 3. Quartals 2015 verringerte sich um 2,7 % auf 1.427 Mio € (Vorjahr: 1.466 Mio €). Dem höheren Ergebnis standen zusätzliche Steueraufwendungen im Zusammenhang mit der Verselbstständigung von Covestro gegenüber. Der Netto-Cashflow (gesamt) stieg im Wesentlichen durch geringere Mittelbindung im sonstigen Working Capital um 28,3 % auf 2.330 Mio € (Vorjahr: 1.816 Mio €). Im 3. Quartal 2015 zahlten wir Ertragsteuern in Höhe von 421 Mio € (Vorjahr: 685 Mio €).

Die Nettofinanzverschuldung verringerte sich um 8,9 % von 21,1 Mrd € am 30. Juni 2015 auf 19,3 Mrd € am 30. September 2015. Grund hierfür waren im Wesentlichen Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit. Im gleichen Zeitraum erhöhten sich die Nettopensionsverpflichtungen als Saldo von Pensionsverpflichtungen und Planvermögen von 11,1 Mrd € auf 11,7 Mrd €, vor allem aufgrund von gesunkenen langfristigen Kapitalmarktzinsen für hochwertige Unternehmensanleihen in Deutschland und den USA.

Dreivierteljahr 2015

Der Umsatz des Bayer-Konzerns erhöhte sich im Dreivierteljahr 2015 leicht. Maßgeblich hierfür war die Geschäftsausweitung bei HealthCare. Der Umsatz von CropScience blieb auf dem Niveau des starken Vorjahres, während Covestro erwartungsgemäß unter Vorjahr lag. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA hingegen verbesserte sich deutlich. Alle Teilkonzerne trugen hierzu bei, insbesondere HealthCare und Covestro.

Der Konzernumsatz erhöhte sich wpb. um 2,8 % auf 35.005 Mio € (nominal +14,6 %; Vorjahr: 30.547 Mio €). HealthCare verbesserte seinen Umsatz um wpb. 7,9 % (nominal +24,3 %). CropScience konnte das Geschäft trotz des schwierigen Marktumfeldes wpb. auf Vorjahresniveau halten (wpb. +0,6 %; nominal +8,6 %). Bei Covestro sank der Umsatz hingegen wpb. um 3,2 % (nominal +5,8 %).

Das EBIT stieg um 10,2 % auf 5.342 Mio € (Vorjahr: 4.846 Mio €). Die Sonderaufwendungen beliefen sich in Summe auf 703 Mio € (Vorjahr: Sonderertrag von 4 Mio €). Das EBIT vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 24,8 % auf 6.045 Mio € (Vorjahr: 4.842 Mio €). Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 22,0 % auf 8.363 Mio € (Vorjahr: 6.856 Mio €). Hierin enthalten waren positive Währungseffekte von etwa 470 Mio € sowie höhere Forschungs- und Entwicklungskosten von rund 500 Mio €.

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von −841 Mio € (Vorjahr: −634 Mio €) erzielten wir ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 4.501 Mio € (Vorjahr: 4.212 Mio €). Das Finanzergebnis beinhaltete insbesondere ein Zinsergebnis von −409 Mio € (Vorjahr: −208 Mio €), Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 220 Mio € (Vorjahr: 211 Mio €) sowie Kursverluste in Höhe von 187 Mio € (Vorjahr: 182 Mio €). Nach Abzug eines Steueraufwands von 1.064 Mio € (Vorjahr: 1.087 Mio €) erreichten wir ein Ergebnis nach Ertragsteuern aus fortzuführendem Geschäft von 3.437 Mio € (Vorjahr: 3.125 Mio €).

Unter Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortzuführendem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich insgesamt ein Konzernergebnis von 3.497 Mio € (Vorjahr: 3.202 Mio €). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 4,23 € (Vorjahr: 3,87 €) und das bereinigte Konzernergebnis je Aktie auf 5,76 € (Vorjahr: 4,72 €); zur Berechnung siehe „Bereinigtes Ergebnis je Aktie“.

Der Brutto-Cashflow im fortzuführenden Geschäft stieg um 9,0 % auf 5.611 Mio € (Vorjahr: 5.149 Mio €). Der Netto-Cashflow (gesamt) stieg vor allem bedingt durch geringere Mittelbindung im sonstigen Working Capital deutlich um 40,0 % auf 5.013 Mio € (Vorjahr: 3.580 Mio €). Im Netto-Cashflow waren Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 1.217 Mio € (Vorjahr: 1.420 Mio €) enthalten. Die Nettofinanzverschuldung sank im Vergleich zum 31. Dezember 2014 (19,6 Mrd €) um 0,3 Mrd € auf 19,3 Mrd € zum 30. September 2015. Die Nettopensionsverpflichtungen verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2014 von 12,2 Mrd € auf 11,7 Mrd €, insbesondere aufgrund gestiegener langfristiger Kapitalmarktzinsen für hochwertige Unternehmensanleihen.