Finanz- und Vermögenslage Bayer-Konzern

Kapitalflussrechnung Bayer-Konzern (Kurzfassung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Quartal 2014

3. Quartal 2015

 

Dreivierteljahr 2014

Dreivierteljahr 2015

 

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

1

Brutto-Cashflow: Ergebnis nach Ertragsteuern zuzüglich Ertragsteueraufwand zuzüglich Finanzergebnis abzüglich gezahlter bzw. geschuldeter Ertragsteuern zuzüglich Abschreibungen abzüglich Wertaufholungen zuzüglich bzw. abzüglich Veränderungen der Pensionsrückstellungen abzüglich Gewinne bzw. zuzüglich Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten abzüglich Gewinne aus der Neubewertung bisheriger Vermögenswerte bei stufenweisem Unternehmenserwerb. Die Position Veränderung der Pensionsrückstellungen umfasst sowohl die Korrektur nicht zahlungswirksamer Effekte im EBIT als auch Auszahlungen aufgrund unserer Pensionsverpflichtungen.

Brutto-Cashflow1

 

1.466

1.427

 

5.149

5.611

Veränderung Working Capital / Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge

 

315

879

 

−1.655

−678

Zu- / Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) im fortzuführenden Geschäft

 

1.781

2.306

 

3.494

4.933

Zu- / Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) im nicht fortzuführenden Geschäft

 

35

24

 

86

80

Zu- / Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) (Gesamt)

 

1.816

2.330

 

3.580

5.013

Zu- / Abfluss aus investiver Tätigkeit (Gesamt)

 

−3.974

−965

 

−6.671

−2.088

Zu- / Abfluss aus Finanzierungstätigkeit (Gesamt)

 

2.433

−2.162

 

2.945

−2.238

Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit

 

275

−797

 

−146

687

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenanfang

 

1.228

3.247

 

1.662

1.853

Veränderung aus Wechselkurs- / Konzernkreisänderungen

 

177

−55

 

164

−145

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende

 

1.680

2.395

 

1.680

2.395

Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow)

Der Brutto-Cashflow im fortzuführenden Geschäft des 3. Quartals 2015 lag mit 1.427 Mio € unter dem Vorjahr. Dem höheren Ergebnis standen zusätzliche Steueraufwendungen im Zusammenhang mit der Verselbstständigung von Covestro gegenüber. Der Netto-Cashflow (gesamt) stieg durch geringere Mittelbindung im sonstigen Working Capital um 28,3 % auf 2.330 Mio €. Im Netto-Cashflow (gesamt) waren Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 421 Mio € (Vorjahr: 685 Mio €) enthalten.

Im Dreivierteljahr 2015 erhöhte sich der Brutto-Cashflow im fortzuführenden Geschäft im Vergleich zum Vorjahr um 9,0 % auf 5.611 Mio €. Der Netto-Cashflow (gesamt) stieg durch geringere Mittelbindung im sonstigen Working Capital deutlich um 40,0 % auf 5.013 Mio €. Im Netto-Cashflow (gesamt) waren Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 1.217 Mio € (Vorjahr: 1.420 Mio €) enthalten.

Zu- / Abfluss aus investiver Tätigkeit

Im 3. Quartal 2015 sind im Rahmen der investiven Tätigkeit insgesamt 965 Mio € abgeflossen. Die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen um 20,0 % auf 655 Mio € (Vorjahr: 546 Mio €). Davon entfielen auf HealthCare 228 Mio € (Vorjahr: 188 Mio €), auf CropScience 171 Mio € (Vorjahr: 137 Mio €) und auf Covestro 128 Mio € (Vorjahr: 134 Mio €).

Im Rahmen der investiven Tätigkeit flossen im Dreivierteljahr 2015 insgesamt 2.088 Mio € ab. Die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen um 11,8 % auf 1.601 Mio € (Vorjahr: 1.432 Mio €). Davon entfielen auf HealthCare 601 Mio € (Vorjahr: 514 Mio €), auf CropScience 416 Mio € (Vorjahr: 377 Mio €) und auf Covestro 352 Mio € (Vorjahr: 371 Mio €). Für lang- und kurzfristige Finanzanlagen flossen 584 Mio € ab (Vorjahr: 3.846 Mio €).

Zu- / Abfluss aus Finanzierungstätigkeit

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit verzeichneten wir im 3. Quartal 2015 Mittelabflüsse in Höhe von 2.162 Mio €, davon Netto-Kreditrückzahlungen in Höhe von 1.938 Mio € (Vorjahr: Netto-Kreditaufnahme in Höhe von 2.579 Mio €). Die Netto-Zinsausgaben stiegen um 52,4 % auf 221 Mio € (Vorjahr: 145 Mio €).

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit flossen im Dreivierteljahr 2015 Mittel in Höhe von 2.238 Mio € ab, darunter Netto-Kreditaufnahmen in Höhe von 88 Mio € (Vorjahr: 4.952 Mio €). Die Netto-Zinsausgaben stiegen um 70,5 % auf 457 Mio € (Vorjahr: 268 Mio €), bedingt durch erhöhte Kreditaufnahmen für Akquisitionen im 4. Quartal 2014.

Flüssige Mittel und Nettofinanzverschuldung

Nettofinanzverschuldung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

31.12.2014

 

30.06.2015

 

30.09.2015

 

 

in Mio €

 

in Mio €

 

in Mio €

1

nach IFRS Fremdkapital

Anleihen / Schuldscheindarlehen

 

14.964

 

16.831

 

15.516

davon Hybridanleihen1

 

4.552

 

5.824

 

4.525

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

 

3.835

 

3.543

 

3.423

Leasingverbindlichkeiten

 

441

 

458

 

470

Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten

 

642

 

738

 

776

Sonstige Finanzverbindlichkeiten

 

1.976

 

3.278

 

2.583

Positive Marktwerte aus der Sicherung bilanzieller Risiken

 

−258

 

−334

 

−414

Finanzverschuldung

 

21.600

 

24.514

 

22.354

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

−1.853

 

−3.247

 

−2.395

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

 

−135

 

−133

 

−700

Nettofinanzverschuldung

 

19.612

 

21.134

 

19.259

Die Nettofinanzverschuldung des Bayer-Konzerns verringerte sich im Vergleich zum 30. Juni 2015 um 8,9 % von 21,1 Mrd € auf 19,3 Mrd € im Wesentlichen durch Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit.

In der Finanzverschuldung enthalten sind drei nachrangige Hybridanleihen mit insgesamt 4,5 Mrd €. Bei der Beurteilung der Nettofinanzverschuldung ist zu berücksichtigen, dass die im Juli 2014 bzw. April 2015 begebenen Hybridanleihen im Nominalvolumen von 1,75 Mrd € und 1,5 Mrd € bzw. 1,3 Mrd € von Moody’s und von Standard & Poor‘s zu 50 % als Eigenkapital bewertet werden. Verglichen mit klassischem Fremdkapital werden die ratingspezifischen Verschuldungskennziffern des Konzerns daher mit den Hybridanleihen entlastet. In den sonstigen Finanzverbindlichkeiten waren zum 30. September 2015 Commercial Paper in Höhe von 2,2 Mrd € enthalten. Im 3. Quartal 2015 verringerten sich unsere langfristigen Finanzverbindlichkeiten von 17,2 Mrd € auf 16,7 Mrd €. Gleichzeitig verringerten sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von 7,7 Mrd € auf 6,0 Mrd €.

Unser langfristiges Emittentenrating bewerten Standard & Poor’s mit „A–“ mit stabilem Ausblick und Moody’s mit „A3“ mit stabilem Ausblick. Die kurzfristigen Bewertungen liegen bei „A–2“ (Standard & Poor’s) bzw. „P–2“ (Moody’s). Diese Investment-Grade-Ratings dokumentieren eine gute Bonität.

Vermögenslage und Kapitalstruktur

Bilanz Bayer-Konzern (Kurzfassung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

31.12.2014

 

30.06.2015

 

30.09.2015

 

 

in Mio €

 

in Mio €

 

in Mio €

Langfristige Vermögenswerte

 

48.007

 

49.505

 

49.473

Kurzfristige Vermögenswerte

 

22.227

 

25.975

 

24.819

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und nicht fortzuführendes Geschäft

 

 

183

 

178

Summe kurzfristige Vermögenswerte

 

22.227

 

26.158

 

24.997

Gesamtvermögen

 

70.234

 

75.663

 

74.470

 

 

 

 

 

 

 

Eigenkapital

 

20.218

 

22.466

 

22.580

Langfristiges Fremdkapital

 

34.513

 

32.433

 

32.548

Kurzfristiges Fremdkapital

 

15.503

 

20.650

 

19.231

Rückstellungen und Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und nicht fortzuführendem Geschäft

 

 

114

 

111

Summe kurzfristiges Fremdkapital

 

15.503

 

20.764

 

19.342

Fremdkapital

 

50.016

 

53.197

 

51.890

Gesamtkapital

 

70.234

 

75.663

 

74.470

Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum 30. Juni 2015 um 1,2 Mrd € auf 74,5 Mrd €. Die langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 49,5 Mrd € blieben unverändert. Die Summe der kurzfristigen Vermögenswerte ging um 1,2 Mrd € auf 25,0 Mrd € zurück. Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus niedrigeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Zahlungsmittelabflüssen, die durch gegenläufige Effekte aus höheren sonstigen finanziellen Vermögenswerten und sonstigen Forderungen teilweise kompensiert wurden.

Das Eigenkapital erhöhte sich um 0,1 Mrd € auf 22,6 Mrd €. Dem Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von 1,0 Mrd € standen gegenläufige Effekte aus der erfolgsneutralen Erhöhung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 0,6 Mrd € und negative Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,4 Mrd € gegenüber. Die Eigenkapitalquote lag zum 30. September 2015 bei 30,3 % (30. Juni 2015: 29,7 %).

Das Fremdkapital verminderte sich im 3. Quartal 2015 um 1,3 Mrd € auf 51,9 Mrd €. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich um 0,5 Mrd € und die sonstigen Rückstellungen um 0,4 Mrd €. Die Finanzverbindlichkeiten sanken um 2,1 Mrd € u. a. aufgrund der Rückzahlung einer Hybrid-Anleihe, die 2005 begeben wurde, und dem Verkauf von Commercial Paper.

Nettopensionsverpflichtungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

31.12.2014

 

30.06.2015

 

30.09.2015

 

 

in Mio €

 

in Mio €

 

in Mio €

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

 

12.236

 

11.176

 

11.708

Forderungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen

 

−41

 

−43

 

−40

Nettopensionsverpflichtungen

 

12.195

 

11.133

 

11.668

Im 3. Quartal 2015 erhöhten sich die Nettopensionsverpflichtungen um 0,6 Mrd € auf 11,7 Mrd €. Grund hierfür waren im Wesentlichen die gesunkenen langfristigen Kapitalmarktzinsen für hochwertige Unternehmensanleihen in Deutschland und den USA.